A narrative practice of transition

At Work
in the Ruins

8.–10. Mai 2026
Köln · Das Loft
2,5 Tage · Präsenz
Max. 12 Personen
Sprache: Deutsch
Am Übergang

The End.
The End?

"Das Ende der Welt, wie wir sie kennen, ist nicht das Ende der Welt."
— Dougald Hine
Wie leben und arbeiten wir, wenn die Zukunft nicht mehr selbstverständlich ist? Strukturen wanken. Vertrautes wirkt fremd. Und damit auch die Erzählungen, die uns bislang Orientierung gegeben haben: über Arbeit, über Wandel und die Richtung der Zukunft. Das ist spürbar in Organisationen, in politischen Räumen, in den eigenen Entscheidungen.
Was passiert, wenn die Narrative selbst bröckeln und zu Ruinen werden?
Dougald Hine schreibt, dass das Ende der Welt, wie wir sie kennen, nicht das Ende der Welt sei. Was wir um uns herum beobachten ist kein fixer Endpunkt. Es ist eine Schwelle. Neue Fragen entstehen. Neue Formen des Miteinanders. Geschichten, die noch keinen Namen haben.
In At Work in the Ruins gehen wir der Frage nach, was wir retten wollen, was gehen darf und was entsteht, wenn wir den Übergang zum Neuen bewusst gestalten.
Building good ruins

VIER
GESPRÄCHE

Wie können wir Raum für Gespräche mit einer anderen Qualität schaffen? Wie können wir ehrlich über Trauer, Verlust und Ohnmacht sprechen und gleichzeitig den Boden bereiten, für das was entsteht?
"Das Ende der Welt, wie wir sie kennen,
ist auch das Ende einer Art, die Welt zu begreifen."

SALVAGING

Das Gute aus einer Welt retten, die untergeht.
„Die erste sinnvolle Aufgabe besteht darin, das Gute, das wir mitnehmen können, aus den Trümmern der untergehenden Welt zu retten. Unter den verworrenen Hinterlassenschaften der Moderne gibt es Geschenke, die wir nicht gerne zurücklassen würden; daher ist dies der Versuch, das mitzunehmen, was wir tragen können.“

MOURNING

Die Trauer und den Kummer um das, was wir verloren haben, annehmen.
„Die zweite Art von Arbeit besteht darin, um das Gute zu trauern, das wir nicht mitnehmen können. Ein Teil der Trauerarbeit besteht darin, die Geschichten der guten Dinge zu erzählen, die nicht gerettet werden konnten, denn diese Geschichten können wir mitnehmen, und sie könnten sich als Samen erweisen.“

DISCERNING

Erkennen, welche Dinge nie so gut waren, wie wir uns das eingeredet haben.
„Die dritte Art der Arbeit beinhaltet Unterscheidungsvermögen: die Dinge in unserer Lebensweise wahrzunehmen, die nie so gut waren, wie wir uns selbst eingeredet haben, und die Chance, die uns gegeben wird, uns davon zu lösen. Es ist das seltsame Geschenk einer Zeit des Endes, die Kluft zwischen dem, was wir zu tun versuchen, und der Art und Weise, wie wir es hier in letzter Zeit angegangen sind, sichtbar zu machen.“

WEAVING

Lose Fäden wieder aufnehmen und verknüpfen.
„Die vierte Art von Arbeit besteht darin, nach den fallengelassenen Fäden zu suchen, nach den Momenten in der Geschichte, die uns etwas zu erzählen haben. Sucht nach den Fähigkeiten, Praktiken oder dem Wissen, die als ausgedient und überholt gelten, denn diese könnten wieder entscheidend werden. Es gibt kein Zurück – aber es gibt fallengelassene Fäden, die in die weitere Geschichte eingewoben werden können.“
Programm

Drei
Tage

At Work in the Ruins spannt sich über drei Tage, verknüpft Form und Inhalt miteinander und schafft einen Ort für Begegnung, Dialog und gemeinsame Reflexion.
Welche neuen Erzählungen können entstehen? Worin werden wir gestärkt, mit verändertem Blick und mit einer neuen Qualität?
Diesen Fragen gehen wir nach, geleitet durch narrative Interventionen, Embodiment Übungen und dialogische Reflexion, gerahmt durch Art of Hosting Prinzipien und systemische Haltung.
Freitag
15:00 – 18:30 + Abendessen
Ankommen & Salvaging
Welche Fragen und Geschichten haben uns hierher gebracht? Welche Welten sind ins Wanken geraten und zerfallen? Was davon wollen wir unbedingt retten?
Samstag
9:00 – 18:00
Mourning & Discerning
Wie können wir Trauer wieder lernen und wie erkennen wir Ausgedientes? Was kann daraus entstehen? Welche Geschichten wollen wir lebendig halten und als Samen säen?
SONNTAG
9:00 – 16:00
Weaving & Harvest
Was haben wir verlernt, vergessen oder verdrängt, das wir wieder aufnehmen können? Welche neuen, bunten und vielfältigen Erzählungen entstehen? Was nehmen wir mit?
Für wen

Was bewegt

"For anyone who has found themselves, as I have, needing to make sense of what is ending, how we can talk about it and what tasks are worth taking on."
Für alle, die in Organisationen, Gemeinschaften oder gesellschaftlichen Kontexten Veränderungsprozesse begleiten oder durchlaufen und spüren, dass die alten Antworten nicht mehr greifen. Die sich einen Raum wünschen, innezuhalten, gemeinsam zu denken und mit neuer Klarheit weiterzugehen.
Diese 2,5 Tage schaffen Raum, um innezuhalten und gemeinsam hinzuschauen. Was wollen wir wirklich retten? Was hat ausgedient? Welche neuen Möglichkeiten werden sichtbar, wenn wir den Übergang bewusst gestalten?
Du kommst mit dem, was dich bewegt. Du gehst mit dem, was sich bewegt hat.
Beitrag

BALANCED TICKET

Wir wollen, dass dieser Raum für alle offen ist, unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Beim Balanced Ticket Modell wählst du den Betrag, der deiner Situation entspricht. Unsere Preise sind transparent: Sie decken Kosten, ermöglichen unsere Arbeit — und schaffen Zugänglichkeit für alle.
Ermäßigt
280
Deckt die direkten Grundkosten deiner Teilnahme.
Standard
450
Ermöglicht uns, solche Formate zu entwickeln und anzubieten.
Unterstützend
620
Fördert die Teilnahme zum günstigeren Preis für Andere.
Alle Preise zzgl. MwSt. · Verpflegung ist inbegriffen.
Ort
Köln · Das Loft
Datum
8.–10. Mai 2026
Teilnehmende
Max. 12 Personen
Beitrag
Solidarisches Modell
Noch 8 Plätze verfügbar
Dabei sein.

Ana-Laura Lemke — Founder, INP

Eure Begleitung
Ana-Laura Lemke ist Narrative Practitioner, Facilitatorin und Gründerin des Institute for Narrative Practice. Sie arbeitet international an der Schnittstelle von narrativer Praxis, systemischem Denken und organisationalem Wandel.

"Dieses Format ist aus einer persönlichen Begegnung entstanden — mit Dougald Hine, mit seinem Buch, und mit den Fragen, die mich seitdem nicht loslassen. Ich wollte einen Raum schaffen, in dem wir nicht so tun müssen, als ob wir die Antworten hätten. Einen Raum zum Innehalten, zum ehrlichen Hinschauen — gemeinsam mit euch."

Institute for Narrative Practice. Developing narrative competence to navigate complexity and transition.
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At Work in the Ruins · 8.–10. Mai 2026 · Köln
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